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Miteinander gegen Fremdenfeindlichkeit

18.3.2010

 

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Baeratungsstelle - Projekt Integra
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Ansprechpartner:
Dr. Assad Mamedow -Tel.: 0351 436 37 24
Henriette Hanig -Tel.: 0351 436 37 23
E-Mail: beratung@auslaenderrat.de

Beratung, Konsultation, Weiterbildung, integrative Arbeit

- STANDORT- UND BEDARFSANALYSE
- RÄUMLICHER WIRKUNGSBEREICH

Der Wirkungsbereich des Projektes ist die Region Dresden im Freistaat Sachen. Im Regierungsbezirk Dresden lebten zum 30.06.2000 insgesamt 39.496 Migranten. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung betrug damit 2,3%. Im Jahr 2000 waren im Durchschnitt 4300 Asylbewerber und Geduldete im Regierungsbezirk Dresden untergebracht. Allein in Dresden leben rund 900 Leistungsberechtigte nach AsylbewLG, schätzungsweise rund 300 Flüchtlinge nach der Genfer Konvention bzw. Artikel 6a GG und über 400 Kontingentflüchtlinge. In den Landkreisen des Regierungsbezirkes bestehen 19 Gemeinschaftsunterkünfte für Flüchtlinge mit einer Kapazität von insgesamt 3124 Plätzen. In Dresden stehen in 8 Heimen rund 1000 Plätze zur Verfügung.

Es besteht ein dringender Bedarf an der Beratung und Betreuung für ausländische Bürgerinnen und Bürger. Die Konsequenzen des Mangels an sozialer Beratung sind vielfältig. Fehlendes sprachliches und strukturelles Orientierungsvermögen der Flüchtlinge behindert sowohl das Umsetzen von Behördenanliegen, als auch die Erfüllung der Mitwirkungspflichten und das Wahrnehmen berechtigter Ansprüche seitens der Flüchtlinge. Permanente Kommunikationsstörungen verursachen Frustration und stellen ein erhebliches Konfliktpotential dar. Besonders Flüchtlinge mit einem erhöhten Bedarf an sozialer Beratung und Begleitung, wie chronisch Kranke und Behinderte, Alleinerziehende, minderjährige Flüchtlinge und Abschiebehäftlinge sind davon betroffen.

Mit diesem Projekt konzentrieren wir uns auf den Bereich Beratung und Begleitung von Flüchtlingen. Das erfolgt zum einen durch die unmittelbare Beratung und Begleitung von Einzelfällen in allgemeinen sozialen Angelegenheiten und zum anderen durch ein kontinuierliches Konsultationsangebot für Beratungsstellen, für Ämter und ehrenamtliche Flüchtlingssozialarbeiter und andere, mit den Problemen von Flüchtlingen befasster Einrichtungen (Schulen, Ärzte, Arbeitgeber, usw.). EU Logo

PROJEKTZIELE UND METHODEN

Zielstellungen des Projektes sind:

  • der Abbau von Konfliktpotential und damit die Sicherung des sozialen Friedens in der Region Dresden,
  • die Stärkung des Selbstvertretungspotentials von Flüchtlingen,
  • der Ausgleich von Defiziten bei besonders benachteiligten Flüchtlingen (chronisch Kranke und Behinderte, Alleinerziehende, minderjährige Flüchtlinge und Abschiebehäftlinge),
  • die Qualifizierung von nicht auf Flüchtlinge spezialisierten Beratungsstellen, Ämtern und Institutionen sowie ehrenamtlicher Flüchtlingssozialarbeiter und Vereine in der Flüchtlingsarbeit für die Beratung von Flüchtlingen
  • Förderung von gegenseitiger Achtung und Akzeptanz zwischen deutschen Kindern und Jugendlichen und Flüchtlingskindern/jugendlichen Flüchtlingen

Dafür wurde ein Beratungsangebot in Dresden eingerichtet, das Einzelfallberatung für Flüchtlinge und konsultierende Beratung für Vereine, Ämter und Institutionen im Regierungsbezirk Dresden leistet.

Zielgruppen:

  • Flüchtlinge (Asylbewerber, abgelehnte Asylbewerber mit Duldung/ Bescheinigung über die Aussetzung der Abschiebung, Asylberechtigte, Flüchtlinge nach Genfer Konvention, Kontingentflüchtlinge) im Regierungsbezirk Dresden des Freistaates Sachsen
  • besonders benachteiligte Flüchtlinge (Alleinerziehende, chronisch kranke/ behinderte Flüchtlinge sowie für Ausreisepflichtige in den Abschiebehafteinrichtungen des Regierungsbezirkes in Dresden und Görlitz/ Bautzen)
  • Ämter, Institutionen, freie Träger in der Behinderten-, Frauen-, Familien-, Kinder- und Jugendarbeit, Sozialarbeiter in JVA.

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