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Miteinander gegen Fremdenfeindlichkeit

4.2.2012

 

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Über uns
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Die denkmalgeschützte Villa in der Heinrich-Zille-Straße 6, die seit mehr als zehn Jahren das Internationale Begegnungszentrum (IBZ) beherbergt, ist sowohl für Ratsuchende als auch für Interessierte eine gute Adresse.

Menschen unterschiedlicher politischer, religiöser und kultureller Zugehörigkeit ergriffen 1990 die Initiative zur Gründung des Ausländerrates Dresden e.V., um Menschen in Not zu helfen und die Selbsthilfe von Ausländern zu aktivieren.

Im Haus befindet sich auch die Geschäftsstelle des Ausländerrates Dresden e.V., jährlicher Koordinator der Interkulturellen Tage in Dresden und des Arbeitskreises Gomondai-Gedenktag.

Von Hoch- und Fachschuleinrichtungen kommen zahlreiche StudentInnen in die Beratungsstelle und in den Bereich Kinder- und Jugendarbeit des Ausländerrates, um dort Praktika zu absolvieren.

Wir sprechen Arabisch, Aserbaidschanisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Griechisch, Portugiesisch, Russisch, Spanisch, Türkisch, Vietnamesisch u. a. Sprachen.

Die Mitglieder des Ausländerrates kommen aus mehr als 25 Ländern; die Arbeit des Vereins wird durch Menschen weiterer Kulturen bereichert.

Der Ausländerrat Dresden e.V. setzt sich für eine weltoffene Kulturpolitik in Dresden ein. Wie die Erfahrungen zeigen, können die eigenen Bemühungen von Vereinen und Initiativen zwar etwas bewegen, sind aber keinesfalls Ersatz für eine mit den Möglichkeiten einer Großstadt gestaltete weltoffene Kulturpolitik.

Zur Weltoffenheit gehört eine umfassende Repräsentation der Kulturen der Völker Asiens, Afrikas und Lateinamerikas in der Dresdner Öffentlichkeit. Im Gegensatz zu Theorien über die Unvermeidbarkeit der "Clash of Civilisations" erweisen sich die Unterschiede zwischen den Kulturen als gegenseitige Bereicherung des Lebens der Völker.

Es ist zur Normalität geworden, dass nicht nationale Abgeschlossenheit, sondern Multikulturalität die Entwicklung in immer mehr Ländern der Erde prägt. In diesem Zusammenhang braucht man nur an das pulsierende Leben in Paris, London, Amsterdam, New York, Frankfurt am Main oder Berlin mit ihrer multinationalen Bevölkerung denken.

Auch in Dresden wächst mit der zunehmenden wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Bedeutung der Stadt die Zahl der ausländischen Bürgerinnen und Bürger. Eigentlich ist das nicht neu, denn auch in der Vergangenheit gehörten ausländische Bauleute, Künstler, Kaufleute, Lehrer und Studenten zum festen Bestandteil der Dresdner Bevölkerung.

Zu den Erscheinungen, die unsere heutige Welt stark beschäftigen, gehört die Ethnisierung von Spannungen sozialen und wirtschaftlichen Ursprungs. Armut, Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot als Ergebnisse verfehlter Wirtschafts- und Sozialpolitik der Regierenden, nöhren ethnische, nationale und rassistische Vorurteile. Aber nirgendwo konnten nationalistische Politikansätze, geschweige denn koloniale und neokoloniale Praktiken, ethnische Säuberungen und Kriege auch nur ein Problem im positiven Sinne lösen.

Der Ausländerrat Dresden e.V. koordiniert die Arbeit von Mitgliedsvereinen und Initiativgruppen. Interessierte Einzelpersonen können Mitglied im Ausländerrat werden, sowohl Ausländer als auch Deutsche. Der Ausländerrat Dresden e.V. ist anerkannter Träger der Freien Jugendhilfe, Mitglied des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und des Bundesverbandes der Interkulturellen Arbeit (VIA).

Der Ausländerrat Dresden e.V. wurde im Jahr 2002 für seine Arbeit mit dem Dresdner Friedenspreis, dem Integrationspreis der SPD, einer Anerkennungsurkunde des Bundespräsidenten sowie einem Integrationspreis im Rahmen des vom Bündnis für Demokratie und Toleranz Berlin initiierten Wettbewerbs "Aktiv für Demokratie und Toleranz" ausgezeichnet.

 

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