Dresdner Migrationsgeschichten: Dialog zu Fuß

Biografische Stadtführungen und digitale Formate zum Thema Flucht & Asyl, Migration und Rassismus

In diesem Projekt bieten wir Stadtführungen und digitale Formate aus der Perspektive von Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte zu den Themen Flucht & Asyl, Migration und Rassismus an. Unterwegs berichten Guides von ihren persönlichen Erfahrungen und verknüpfen Stationen ihrer eigenen Biografie mit Orten in der Stadt.

  • Welche Erfahrung machen geflüchtete Menschen in Dresden?
  • Warum fasten Muslime?
  • Was bewegt einen Menschen zu dem gefährlichen Weg über das Mittelmeer?
  • Wieso können Fragen wie „Wo kommst du her“ verletzend sein?
  • Wie war das Leben der ehem. ausländischen DDR-Vertragsarbeiter*innen aus Vietnam und welche Themen beschäftigt die Generation ihrer Kinder jetzt?

Diesen und ähnlichen Fragen gehen wir auf unseren Touren und Seminaren nach. Unser Ziel ist, einen Raum für Begegnung auf Augenhöhe zu schaffen, in dem wir mit unseren Teilnehmenden ins Gespräch kommen und mit Vorurteilen gegenüber Migrant*innen und Geflüchteten aufräumen und diese mit Fakten konfrontieren.

Spielerisch unterwegs: Ob auf der Tour oder im Seminar: Mit interaktiven Elementen wie Quizfragen oder soziometrische Aufstellungen wollen wir Dich & Euch zum Perspektivwechsel und Mitmachen einladen.

Jede Stadtführung ist individuell, so wie individuell die Menschen sind. Wir bestärken die Stadtführer*innen darin, selbst das Wort zu ergreifen und ihre Perspektive auf die Stadt zu teilen. Somit agieren sie als Multiplikator*innen der politischen Bildung, die sich für ein toleranteres Dresden engagieren. Schauen Sie unsere aktuellen Touren an.

Mit den Formaten richten wir uns sowohl an Jugendliche (ab 14 Jahren) als auch Erwachsene.

Darüber hinaus setzen wir Veranstaltungen und Rundgänge rund um das Gedenken an Jorge Gomondai und Marwa El-Sherbini, die aus rassistischen Motiven in Dresden ermordet wurden. Denn: Gedenken heißt Verändern!

Teilnahmegebühren:

Unser Projekt ist teils gefördert, dafür erheben wir für die Durchführung der Bildungsangebote eine Teilnahmegebühr.

Gruppenpreis Stadtführung: 175,00 €
Gruppenpreis Stadtführung ermäßigt: 140,00 €
Gruppenpreis digitale Tour und Online-Seminar: 210,00 €

Die Stadtführungen zum Thema Flucht & Asyl und die digitale Tour „Vertragsarbeiter*innen-Geschichten“ basieren auf der Idee und dem Konzept von querstadtein e.V.


Aktuelle Touren

Danial

Danial Alfahel: Sound(s) meines Lebens: Von Migration, Musik & Manakish
Danial kommt aus der syrischen Stadt Saidnaya und lebt seit 2015 in Dresden. Auf seiner Tour zeigt er einige der vielen Begegnungsorte in der Neustadt, erzählt von seinem langen Weg nach Deutschland und wie Dresden sein neues Zuhause geworden ist.

Zur Tour

Saied Karabij

Saied Karabij: Rassismus die rote Karte zeigen
Saied ist ein Student aus Idlib. Auf seiner Tour führt er zu den Orten, mit denen viele geflüchtete Menschen in Dresden starke Erinnerungen verbinden: eine ehemalige Zeltstadt, seine erste Unterkunft oder auf die “Cockerwiese“, wo 2019 die #unteilbar-Demo stattfand.

Zur Tour

Loubna

Loubna Azzawi: Die Freiheit der Andersdenkenden
Die Syrerin Loubna lebt seit 2015 in Dresden. Ihre Tour durch die Neustadt handelt vom Recht auf freie Meinungsäußerung, starken Frauen und Musik als kultureller Brücke.

Zur Tour

Lina Abdalah

Lina Abdalah: Dresden-Neustadt: ein Gefühl von Heimat
Im Oktober 2015 ist Lina aus dem syrischen Daraa geflohen und lebt seitdem in Dresden. Auf ihrer Tour durch die Neustadt geht es um Orte des Ankommens, der Begegnung und des Glaubens.

Zur Tour

„Ich mache die Touren, weil wir muslimische Frauen etwas laut sagen müssen. Viele in Deutschland und in Sachsen haben große Angst vor meinem Kopftuch. Die Medien haben uns falsch gezeigt.“

Stadtführerin Lina Abdalah

Digitale Formate

In unserem Projekt bieten wir auch digitale Touren und Formate an:

  • Critical Walk anlässlich des 30. Todestages von Jorge Gomondai (digitale Tour)
  • Vertragsarbeiter*innen-Geschichten (digitale Tour mit online-Seminar)
Jorge Gomondai

An verschiedenen Stationen werden das Leben von Jorge Gomondai, der Tathergang, die Situationen der Vertragsabeiter*innen in der DDR sowie die rassistischen Kontinuitäten in der Stadtgesellschaft thematisiert. Dabei kommen verschiedene Zeitzeug*Innen, Fachexpert*Innen und Aktivist*innen zum Wort, die ihre Erfahrungen in Audios und Videos teilen.

Zur Tour

Wie lebten die sog. Vertragsarbeiter*Innen aus Mosambik oder Vietnam in der DDR? Mit welchen Erwartungen und Vorstellungen sind sie nach Deutschland gekommen und wie war die Realität? Welche Erfahrungen machen sie und ihre Kinder mit stereotypen Zuschreibungen und Rassismus?

Zur Tour