Vernissage: yallah!? über die Balkanroute

Nach und nach rücken der Sommer 2015, der March of Hope von Budapest nach Österreich und die „Willkommen!“ rufenden Menschen an deutschen Bahnhöfen immer weiter in die Ferne. Während 2015 die geöffneten Grenzen die Stimmung elektrisiert haben, ist die heutige Debatte zum Thema Flucht immer öfter dominiert von Diskussionen über Grenzsicherung, Terror und rassistischen Perspektiven.

Dem entgegen soll mit dieser Ausstellung der lange Sommer der Migration 2015 und die Öffnung eines Korridors durch Süd-Osteuropa als relevantes politisches und historisches Ereignis festgehalten und gut aufgearbeitet einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden. Die Ausstellung rückt zwei Jahre später Geflüchtete als Hauptakteur_innen wieder in den Vordergrund und zeigt mit zahlreichen Audio-, Foto- und Videoaufnahmen sowie Kunstwerken ihre Sichtweisen auf Migration und Europa.

Vernissage am Mittwoch, 2. Oktober 2019, 19.00 Uhr

Galerie Arat | Heinrich-Zille-Straße 6 | 01219 Dresden
Die Ausstellung kann bis zum 16.10.2019, montags bis donnerstags 10:00 – 15:00 Uhr, besichtigt werden.

Förderer der Ausstellung "yallah!? über die Balkanroute"
Förderer der Ausstellung „yallah!? über die Balkanroute“

 

Programm der Interkulturellen Tage 2019 veröffentlicht

Das Programmheft der Interkulturellen Tage 2019 ist gedruckt und kann zudem mehrsprachig unter www.dresden.de/InterkulturelleTage abgerufen werden. Wir danken den engagierten Initiativen, Vereinen und Personen in Dresden für ihre zahlreichen und vielfältigen Programmpunkte im Rahmen der diesjährigen IKT vom 22. September bis 13. Oktober!

Das Programm finden Sie in unterschiedlichen Sprachen auch zum Download:

Informationen und Neuigkeiten zu den IKT 2019 finden Sie auch auf deren facebook-Seite unter diesem Link.

10 Jahre Frauentreff – 3 Jahre Begegnungstreff „Café Halva“

Zwei Treffs – zwei Geschichten – ein Fest für alle

Wir möchten Sie und Euch herzlich einladen, mit uns das zehnjährige Bestehen unseres Frauentreffs und das dreijährige Bestehen des Begegnungstreffs „Café Halva“ bei Kuchen, herzhaften Snacks, Musik und Tanz zu feiern.
Seit nunmehr 10 Jahren findet der Frauentreff regelmäßig statt und ist zu einem wichtigen Ort für Frauen mit und ohne Migrations- und Fluchterfahrung, insbesondere aus der Johannstadt, geworden. In einer offenen und wertschätzenden Atmosphäre finden gemeinsame Gesprächsrunden, verschiedene Aktivitäten (kreative Angebote, Tanzabende für Frauen, gemeinsames Kochen, Fahrrad- und Schwimmkurse…) sowie gemeinsame Ausflüge/Besuch von Kulturangeboten statt.
Im August 2016 haben wir aus dem Frauentreff heraus in Kooperation mit dem Johannstädter Kulturtreff e. V. den Begegnungstreff „Café Halva“ eröffnet. Seither sind alle Dresdner*innen herzlich dazu eingeladen, einmal in der Woche mit den Frauen aus Afghanistan, Algerien, Georgien, Tschetschenien und Syrien ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen und verschiedene Speisen aus deren Herkunftsländern zu kosten.

Datum: 30.08.2019, 16 bis 20 Uhr
Ort: im Garten des Johannstädter Kulturtreffs (Elisenstraße 35, 01307 Dresden)

Wir freuen uns auf vielfältige Begegnungen!

Verstärkung bei unserem Bildungspatenschaften-Projekt

Hallo – ich bin Hanna Schiweck und die neue Mitarbeiterin im Projekt „Bildungspatenschaften“. Ursprünglich komme ich aus dem Ruhrgebiet – dort habe ich auch studiert und meine ersten beruflichen Erfahrungen gemacht. Vor zwei Jahren bin ich dann nach Berlin gezogen und habe dort ein Patenschaftsprojekt für junge Geflüchtete aufgebaut. Seit August bin ich nun ganz neu in Dresden und beim Ausländerrat und bin gespannt auf die neue Aufgabe und vor allem auf die Menschen, die ich hier kennenlernen werde.

Antje Großmann wechselt zum Frauentreff und in die Elternarbeit.

Gedenken an Marwa El-Sherbini 2019

Marwa El-Sherbini (*1977 †2009), eine Sportlerin und studierte Pharmakologin, lebte hier in Dresden mit ihrer Familie. Während einer Strafverhandlung wurde sie im Landgericht Dresden aus islamfeindlichen und rassistischen Motiven erstochen. Wir gedenken 10 Jahre danach Marwa El-Sherbini, ihrer Familie und weiteren Opfern rassistischer Gewalt.

5.6. bis 4.7.2019, Volkshochschule Dresden, Annenstraße 10
Ausstellung „Opfer rechter Gewalt seit 1990“
Die Ausstellung dokumentiert die drastischste Form rechter Gewalt und portraitiert 183 Menschen, welche Opfer dieser menschenfeindlichen Ideologie geworden sind.
Öffentliche Führungen finden am Sonntag, 30.6. um 15 Uhr und Mittwoch, 3.7. um 17 Uhr statt.

Montag, 1.7.2019, 13 Uhr, Landgericht Dresden, Lothringer Straße 1
Öffentliche Gedenkveranstaltung für Marwa El-Sherbini

Montag, 1.7.2019, 17 Uhr, Kreuzkirche Dresden
Ökumenisches Friedensgebet zum Gedenken an Marwa El-Sherbini

Dienstag, 2.7.2019, 17 Uhr, Neues Rathaus, Rathausplatz 1, Festsaal
Vernissage zur Ausstellung „Wir sind Dresdnerinnen“
In der Fotoausstellung zeigen 18 Frauen, die den Frauentreff des Ausländerrates Dresden e.V. besuchen, was für sie „Dresdnerin sein“ bedeutet. Die Frauen wurden von Alexandra Zwereva porträtiert und fotografierten selbst ihre Sicht auf Dresden. Die Ausstellung ist bis zum 9.7. im Foyer (2. Etage) des Festsaals im Neuen Rathaus zu sehen.

Mittwoch, 3.7.2019, 19.30 Uhr, Zentralbibliothek Dresden, Schloßstraße 2
Podium „Tödliche Realitäten. Der rassistische Mord an Marwa El-Sherbini.“
Am 1.7.2009 wurde Marwa El-Sherbini im Landgericht Dresden ermordet. Angesichts der tödlichen Realität rassistischer und rechtsmotivierter Gewalt, die mittlerweile in Sachsen 17 Menschen das Leben gekostet hat, ist es wichtig zu erinnern und der Trauer, der Wut, dem Verlust und der Ohnmacht einen Raum anzubieten. In dem Podiumsgespräch soll an den rassistischen Mord erinnert werden und zum anderen die Kontinuitäten bis heute aufzeigen.
Darüber sprechen Youmna Faoud Anwar Adelaziz, Dr. Kati Lang, Sophie Albeiruti und Andrea Hübler.

Donnerstag, 4.7.2019, 16 Uhr, Landgericht Dresden, Lothringer Straße 1
Mahngang „Auf den Spuren Marwas“
Dieser Mahngang soll an Marwa El-Sherbini erinnern und wichtige Stationen ihres Lebens aufgreifen.

Donnerstag, 4.7.2019, 18 Uhr, Johannstädter Kulturtreff e. V., Elisenstraße 35
Buchlesung „Feindbild Islam und institutioneller Rassismus“
Der Menschenrechtsanwalt Eberhardt Schultz liest aus seiner 2018 erschienenen kritischen Falldokumentation und erläutert, welche wesentliche Rolle der „institutionelle Rassismus“ in der heute vorherrschenden Form antimuslimischer Ressentiments spielt, die in der politischen Klasse, in der Mitte der Gesellschaft, bei selbst­ernannten Eliten und am rechten Rand wuchert. Brandanschläge, Todesdrohungen und Gewalttaten sind nur die sichtbaren Zeichen einer gefährlichen Entwicklung unserer Demokratie.

Freitag, 5.7.2019, 19 Uhr, Kunsthaus Dresden, Rähnitzgasse 8
Rassismus, Migration und die Konstruktion des „Fremden“ in der DDR
In den Auseinandersetzungen um Migrationspolitik werden rassistische und demokratiefeindliche Einstellungen sichtbar und bieten eine Grundlage für autoritäre Bewegungen. Die Veranstaltung widmet sich dem umkämpften Feld der Migrationspolitik und bietet dabei sowohl historische Perspektiven auf BRD und DDR als auch aktuelle Analysen. Darüber hinaus werden die Möglichkeiten solidarischer Kämpfe in den Blick genommen.
Mit Angelika Nguyen (Filmwissenschaftlerin und Autorin), Aurora Rodonò (Kulturarbeiterin und Dozentin), Raiko Hannemann (Freier Autor und Historiker, ASH Berlin)

Die Veranstaltungsreihe wird durch den Vorbereitungskreis der Gedenktage an Marwa El-Sherbini und Jorge Gomondai initiiert. Dieser setzt sich aus zivilgesellschaftlichen und städtischen Akteuren zusammen. Der Kreis fördert eine lebendige Erinnerungskultur für Todesopfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.

Eingeschränkte Erreichbarkeit des IBZs

Unser IBZ auf der Heinrich-Zille-Straße ist derzeit von Baustellen eingekreist. Ab Montag, dem 24.6. bis vorraussichtlich zum 5.7.19 wird die Kreuzung Heinrich-Zille-Straße/Lockwitzer Straße für Autos komplett gesperrt sein.
Unseren Besuchern empfehlen wir die Nutzung des ÖPNV (Hst. Wasaplatz oder Caspar-David-Friedrich-Straße).

Wir suchen ehrenamtliche Unterstützerinnen!

Vom 08. – 12.07.2019 führt der Frauentreff unseres Vereins zum 8. Mal in Kooperation mit der Dresdner Polizeidirektion einen Fahrradkurs für Migrantinnen durch. Dieser Fahrradkurs richtet sich an Frauen, die gerne das Fahrradfahren erlernen möchten.

Das Beherrschen des Fahrradfahrens ermöglicht Mobilität und Teilhabe, es fördert Selbständigkeit und Selbstsicherheit.

Für die Durchführung des Fahrradkurses suchen wir noch Frauen, die den Fahranfängerinnen ehrenamtlich beim Üben hilfreich zur Seite stehen!

Kontakt und mehr Informationen über:
Olga Sperling
Ansprechpartnerin für das Projekt „Fahrradkurs für Migrantinnen“
Tel.: 0351/30 70 969 oder 0176/969 70 696,
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Sachsen rechts unten. Ein Blick auf die Verflechtung rechter Strukturen

18. Juni, 19 Uhr, Alte Feuerwache Loschwitz
Fidelio-F.-Finke-Straße 4, 01326 Dresden

Sie präsentieren sich als bürgerlich, heimatverbunden, kämpferisch, Stimme der „kleinen Leute“ und auch immer als Alternative zu den etablierten, demokratischen Institutionen und Akteur*innen, die aus ihrer Sicht „gegen die Interessen des eigenen Volkes“ handeln. Das Spektrum rechter Gruppierungen, kleinerer und größerer Parteien, Organisationen, Vereine und Initiativen bis hin zu organisierten Neonazis ist mittlerweile stark ausdifferenziert – und dennoch durch eine gemeinsame völkische Grundidee verbunden und gut vernetzt. In unserer Veranstaltung wird Danilo Starosta vom Kulturbüro Sachsen einen Einblick in die weitreichenden Beziehungsgeflechte, die ideologische Schnittmenge und die gemeinsamen Ziele rechter Akteur*innen in Sachsen geben. Auch die Strategien, mit denen sie Menschen aus breiten Schichten der Bevölkerung für sich gewinnen möchten (und dies – wie nicht zuletzt die Wahlerfolge der AfD zeigen – auch tun), werden beleuchtet. Basis für den Vortrag bilden Analysen und Rechercheergebnisse, die in der Dokumentation ‚Sachsen rechts unten 2019‘ zusammengefasst wurden.
In der anschließenden Gesprächsrunde möchten wir der Frage nachgehen, welche Folgen das Erstarken der Neuen Rechten und der Machtgewinn der AfD in den Parlamenten für bestimmte gesellschaftliche Gruppen und die Gesellschaft insgesamt hat und was diesen Entwicklungen wirkungsvoll entgegen gesetzt werden kann.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe ‚EinSicht – Abbau von Grund- und Menschenrechten ist keine Alternative‘ des Ausländerrates Dresden e.V. statt. Sie wird durch die Stiftung :do gefördert.

Stiftung :do

Hinweis:
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechten Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.