Zahra Sultani: Mein Dresden. Meine Wahl.

Stadtteil: Johannstadt/Neustadt
Dauer: 2h
Sprache: Deutsch

Zahra musste 2017 mit ihrer Familie aus ihrer Heimat Afghanistan fliehen. Bis zu der Entscheidung über ihre Aufenthaltserlaubnis lebte sie einige Monate in Glashütte, wo es laut ihr „nicht viel mehr als die Uhrenfabrik gab“. Nach dem Umzug nach Dresden hatte sie mehr Möglichkeiten zum Austausch und Deutsch zu lernen. Auf ihrer Tour durch die Johannstadt berichtet sie, wie es ihr die erste Zeit in Deutschland erging und wie es war, mit der neuen Sprache zurechtzukommen und sich eine neue Perspektive zu schaffen.

Zahra Sultani
Zahra Sultani

Die studierte Gartenbauingenieurin hat ihren Abschluss in Deutschland anerkannt bekommen, doch diesen Beruf wollte sie ursprünglich gar nicht ausüben. Eigentlich brannte sie für den IT-Bereich, doch weil sie der schiitischen Minderheit der Hazara angehört, durfte sie nicht studieren, was sie wollte. Die Hazara werden seit Jahrhunderten (nicht nur) in Afghanistan stark diskriminiert und verfolgt.

An Stationen wie Marwa-El-Sherbini-Park und dem Johannstädter Kulturtreff teilt Zahra mit ihren Teilnehmenden offen schmerzhafte sowie freudige Erinnerungen. Die junge Mutter beschwert sich aber nicht, sondern möchte aufklären und informieren: Teilnehmende können sich u.a. über Informationen über traditionelle afghanische und iranische Tänze und Musik sowie über ihre Muttersprache Dari freuen.