Im vierten und letzten Teil unseres Rückblick schauen wir auf das Jahr der Banda Comunale, der Bildungspatenschaften sowie unseres jüngsten Bereiches, den Hilfen zur Erziehung (HzE). Wir wünschen viel Freude beim Lesen!
Unterstützung für Familien durch Hilfen zur Erziehung (HzE)
Das Team HZE hat auch in diesem Jahr Kinder, Jugendliche und Familien in herausfordernden Lebenslagen begleitet – mit Herz, Erfahrung und professioneller Unterstützung. Unsere ambulanten Hilfen geben Familien Halt, fördern Selbstvertrauen und ermöglichen Kindern neue Chancen für ein sicheres und stabiles Aufwachsen.
Neben der intensiven Einzelbegleitung konnten wir zahlreiche Gruppenangebote realisieren, die bleibende Erinnerungen schaffen: Familien erlebten Abenteuer im Waldseilpark, freuten sich über das „Sommer-Halli-Galli“ im IBZ, entdeckten die Technischen Sammlungen Dresden, tobten beim Schlittschuhlaufen und backten gemeinsam Weihnachtsplätzchen in Kooperation mit den Rotary Juniors. Solche Erlebnisse stärken Zusammenhalt, schaffen Freude und fördern die Entwicklung von Kindern auf einzigartige Weise.
Damit wir auch weiterhin allen Familien solche wertvollen Erfahrungen ermöglichen können, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Jede Spende hilft uns, Hilfen fortzuführen, Projekte umzusetzen und Kinderaugen zum Leuchten zu bringen. Schon mit einem kleinen Beitrag können Sie einen großen Unterschied machen – für Familien, die auf unsere Hilfe zählen.

Schlau machen mit Herz – unsere Bildungspatenschaften
Schon seit vielen Jahren sind die Bildungspatenschaften ein sehr erfolgreiches Projekte, in dem wir ehrenamtliche Bildungspat*innen an Kinder und Jugendliche mit Migrations- und Fluchterfahrung vermitteln. In diesem Jahr betreuten wir um die 100 Patenschaften mit Kindern und Jugendlichen von der ersten Klasse bis zum Abitur. Wir konnten in diesem Jahr 37 Kinder und Jugendliche neu in eine Patenschaft vermitteln und ihnen so Unterstützung bei Schulaufgaben und beim Lernen sowie die Teilnahme an unseren kulturellen Veranstaltungen ermöglichen.
Doch die Betreuung der Patenschaften bedeutet für uns weit mehr als nur die reine Verknüpfung: Uns liegt die Begleitung der bestehenden Patenschaften am Herzen, um individuelle Hilfen in Form von Beratung und Vernetzung für die ehrenamtlichen Pat*innen, ihre Patenkinder und deren Familien zu gewährleisten. So konnten unsere Pat*innen dieses Jahr Wissen zum Thema „Unterstützungsleistungen für Familien“ in einer Schulung erlangen. Im Rahmen unserer Reflexionstreffen konnten die Pat*innen zudem interessensorientiert an unterschiedlichen Themen arbeiten und dabei ihre Erfahrungen und Tipps austauschen und sich gegenseitig bestärken und bereichern.
[Not a valid template]Für die Eltern der Patenkinder gab es in diesem Jahre einen Elternstammtisch zum Thema Kinderschutz und Hilfestellungen vom Jugendamt. Für die Veranstaltung gab es eine Übersetzung ins Arabische, Persische und Russische. Außerdem luden wir wieder unsere Pat*innen zusammen mit ihren Patenkindern und teilweise Familien zu Ausflügen ein wie in den Jugendkeller (Spieleabend) des Ausländerrates, in den Kletterpark nach Bühlau und zum Christmas Garden nach Pillnitz. Höhepunkt war in diesem Jahr der Tageausflug in die Sächsische Schweiz, wo wir über die Schwedenlöcher die Bastei erklommen haben und mit dem Dampfer wieder zurück nach Dresden gefahren sind.
Unsere Pat*innen durften in diesem Jahr als Dankeschön für ihren großartigen Einsatz wieder ein klassisches Konzert in der Semperoper genießen. Wir schauen also auf ein Jahr vielfältiger Veranstaltungen zurück und freuen uns darüber, dass wir wieder in engem Kontakt tolle Erlebnisse und Treffen miteinander gestalten konnten.
Für 2026 haben wir vielseitige Angebote geplant: wie gewohnt bieten wir unseren neuen Pat*innen unsere Schulung zum Kindeswohl an und ermöglichen allen Interessierten, ihre Kenntnisse in Erster Hilfe zu vertiefen und aufzufrischen. Unser Weiterbildungsformat für Pat*innen soll sich im nächsten Jahr mit dem Thema Medienkompetenz bei Schüler*innen beschäftigen. Auch für unsere Eltern wird es wieder spannende Elterninformationsabende geben. Sicher unvergessliche Erlebnisse für die Kinder, Jugendlichen und ihre Pat*innen sollen unsere gemeinsamen Ausflüge zum Superfly, ins Theater, zum Saurierpark bei Bautzen und zum Dresdner Weihnachtscircus werden. Wir freuen uns auf ein buntes, aktives, aufregendes Jahr 2026 mit den Bildungspatenschaften!
Rhythmus im Blut: Come Together mit der Banda Comunale
In diesem, unserem vorerst letzten Projektjahr haben wir uns mit der Anzahl der transkulturellen Musikworkshops noch einmal deutlich gesteigert: Es gab knapp 90 Workshoptage für Gruppen von 20 bis zu 100 Schülerinnen und Schüler, darunter einige längerfristige Projekte wie zwei Rap-Projektwochen, das gemeinsame Schreiben einer Schulhymne und ein Ferienprojekt in einer Jugendwohngruppe. Insgesamt erreichten wir rund 3500 Kinder und Jugendliche in ganz Sachsen, überwiegend in kleineren Städten und auf dem Land, vor allem in Grund- und Oberschulen.
Mit ihnen machten wir Bodypercussion, trommelten auf Eimern, schrieben Texte, die wir gleich auch rappten, sangen Lieder in verschiedenen Sprachen, lernten die Grundlagen vom Produzieren elektronischer Musik und bauten aus Baumarktrohren laute und spielfähige Flöten. Wir stellten uns und unsere Instrumente vor und erzählten davon, dass sich Musik schon immer durch das Zusammentreffen verschiedener Menschen und unterschiedlicher Einflüsse weiterentwickelt hat.
[Not a valid template]Einige Workshops waren im Rahmen von Studium und Lehrerausbildung. An manchen Orten waren wir zum ersten, an vielen schon zum wiederholten Mal zu Besuch. Es gab viel positives Feedback von Schüler*innen und Lehrer*innen, es gab Erfolgsgeschichten, wie die, dass sich aus einer Rap-Projektwoche eine Schülerband entwickelt hat, die jetzt weiter eigenständig probt, aber es begegneten uns in diesem Jahr zunehmend auch Jugendliche mit extrem rechten Ansichten. Der Bedarf, an Schulen kulturelle und politische Bildungsarbeit zu leisten und auch die Lehrer*innen darin zu unterstützen, nimmt also eher zu.
Leider wurde unser neuer Förderantrag bei der SAB abgelehnt, unsere achtjährige Zusammenarbeit mit dem Ausländerrat Dresden e.V. endet deshalb zum Jahresende. Wir bedauern das sehr!
Wir bemühen uns aber weiterhin um Förderungen, um das Angebot, wenn auch im kleineren Rahmen weiterführen zu können.
Liebe Menschen,
wir hoffen, dass Euch und Ihnen dieser kleine Rückblick auf unsere vielfältigen Aktivitäten gefallen hat. Seit nunmehr 35 Jahren arbeiten wir an einer fairen und inklusiven Stadtgesellschaft. Circa 100 Menschen in unseren Teams arbeiten mit viel Energie und Herzblut, unsere Ziele umzusetzen.
Das alles kostet Geld: Löhne, Sachkosten, Miete, Energie, Weiterbildungen, Versicherungen… Auch wenn wir dafür auf Förderungen von der Landeshauptstadt Dresden, dem Land Sachsen, dem Bund sowie freien Stiftungen zurückgreifen können, benötigen wir freie Mittel zur Deckung unserer Kosten.Wenn Ihr uns helfen wollt, anderen Menschen zu helfen, könnt Ihr uns über unser Spendenformular eine Anerkennung zukommen lassen. Auch kleine Summen helfen! Vielen Dank!
Eure Menschen vom Ausländerrat Dresden e.V.
