Weiter gehts: heute halten „Come together“, unsere Beratungsstelle sowie die Mobile Aufsuchende Arbeit (MOBA) einen Rückblick auf ein bewegtes Jahr. Viel Freude beim Lesen!
Come together – Jugendarbeit für alle!
„Die Kunstkoffer kommen“ – Eine Kooperation mit dem Kindertreff Jojo
Das offene Kreativangebot auf dem johannstädter Spielplatz zwischen Pfotenhauer- und Hopfgartenstraße war auch in diesem Jahr wieder sehr gut besucht. Kinder im Grundschulalter ließen ihrer Fantasie freien Lauf mit Acryl- oder Wasserfarben, Fingerfarben und Filzstifte waren wieder ein Dauerbrenner und es entstanden tolle Kunstwerke im Schatten der Bäume. Außerdem haben wir uns ausgetobt mit Pappe, Naturmaterialien, Stempeltechniken, Perlen, Wolle und vielem mehr.
Mädchen*Treff
Ob Kuchen, Burger, Pancakes, Pizza, Sommerrollen oder Burritos: Die Mädels* lieben es, neue Rezepte beim Kochen oder Backen auszuprobieren und die Köstlichkeiten dann gemeinsam zu verspeisen. Wir haben außerdem zusammen T-Shirts gebatikt, Seidentücher und Taschen bemalt, unseren eigenen Schmuck aus Fimo hergestellt, gefilzt, Blumentöpfe bemalt und noch einiges mehr. Die Mädchen* (ab 10 Jahre) haben immer tolle Ideen, die wir dann zusammen umsetzen. Ein besonderes Highlight war in diesem Jahr ein Besuch im Schwimmbad.
Jugendkeller
Wie immer gab es hier in diesem Jahr wieder Billard, Kicker, Xbox und Musik, die die Wände des Hauses vibrieren lässt. Besondere Highlights waren unsere Pizzaparty, gemeinsames Grillen im Garten, ein Ausflug in den Kletterpark und das gemeinsame Fastenbrechen während des Ramadans. Außerdem gab es einen Selbstverteidigungskurs, der im nächsten Jahr in die zweite Runde gehen wird. Besonders stolz sind wir auf unsere Boxgruppe, die jeden Donnerstag zahlreich zum Training erscheint. Das Niveau steigt stetig an!
Jukult-Woche
Graffiti, Breakdance, HipHop oder Boxen? Bei der Jukult-Woche gab es für alle einen passenden Workshop. Zum Abschluss gab es eine Vorführung der neuen Skills für das staunende Publikum.
Freizeitangebote für unbegleitete minderjährige Geflüchtete
Mehrmals pro Woche besuchten wir verschiedene Einrichtungen für Jugendliche, die ohne ihre Eltern nach Deutschland gekommen sind. Manchmal gab es vor Ort kulinarische, kreative oder sportliche Angebote. An anderen Tagen machten wir Ausflüge, beispielsweise an die Elbe, ins Museum, zum Bowling oder in die Kletterhalle.
Dank einer Spende konnten wir in den Sommerferien unser absolutes Highlight erleben: Einen Besuch auf der Kartbahn!
[Not a valid template]Beratungsstelle
Nachdem die Stadtverwaltung die Streichung der Beratungsstelle als Sparmaßnahme vorgeschlagen hat, wurde dies durch den Stadtrat vorläufig auch so beschlossen, sodass die Beratungsstelle zum 31.12.24 ihre Tätigkeit beendet hat.
Infolge des Haushaltskompromisses wurden die Mittel für die Beratungsstelle wieder beschlossen, sodass wir zum 01.07.25 unsere Tätigkeit wieder aufnehmen konnten. Wir danken den Parteien, die den Haushaltskompromiss und damit die Wiederaufnahme der Tätigkeit der Beratungsstelle ermöglicht haben.
Die Freude unserer Ratsuchenden war sehr groß, als sie uns wieder aufsuchen konnten. Gleichzeitig war für sie der Schlag, den sie durch die Schließung ertragen mussten, so groß, dass wir immer wieder bei vielen die Unsicherheit fühlen, dass die Beratungsstelle wieder geschlossen wird…
Wir konnten auch sehen, welche Folgen es für viele hatte, als wir nur ein halbes Jahr ihnen nicht helfen konnten: Mehrere Monate keine finanzielle Unterstützung für Bedürftige, gekündigte Wohnungen und vieles mehr. Nicht einmal wir selbst haben uns es so vorgestellt, dass die Schließung solche weitreichende Folgen haben kann…
Gleichzeitig waren wir aber sehr froh, dass wir auch diesen Menschen wieder helfen konnten, zur Normalität zurückzukehren.
Wir waren allerdings selbstverständlich nicht nur für Menschen da, die bereits viele Jahre den dringenden Bedarf haben, bei uns immer wieder Unterstützung zu finden.
Wir waren auch für viele Menschen, die aus dem Ausland zu uns gekommen sind, oft die erste Adresse, wohin sie sich wenden, um ihre ersten Probleme in einem für sie noch unbekanntem Land zu lösen. Hochgeschätzt, aber auch intensiv in Anspruch genommen wurde die Beratungsstelle auch deshalb, weil wir 4 Tage wöchentlich offene Sprechstunden angeboten haben.
Die Ratsuchenden haben uns oft erzählt, dass sie zu uns gekommen sind, weil die Menschen aus ihrem Bekannten-, Freundes- oder Verwandtenkreis ihnen uns empfohlen hatten, weil sie bereits mit uns positive Erfahrungen hatten (die Beratungsstelle im IBZ gibt es schon seit 1992). Andere wiederum fanden uns über das Internet oder andere Medien.
Wir haben versucht, vielen Menschen umfassend gleich zu helfen, wenn wir das konnten. Wenn wir gesehen haben, dass dies für unsere Beratungsstelle nicht möglich ist, haben wir den Menschen empfohlen, sich an die anderen Beratungsstellen für MigrantInnen (MSA, MBE) oder Fachberatungsstellen (z.B. Schulnder- oder Schwangerenberatungsstellen u. a.) oder RechtsanwältInnen zu wenden
Wir konnten Menschen aus Ägypten, Afghanistan, Albanien, Algerien, Angola, Aserbaidschan, Äthiopien, Australien, Bolivien, Bosnien, Brasilien, Bulgarien, Deutschland, Eritrea, Equador, Estland, Gambia, Ghana, Georgien, Griechenland, Guinea, China, Chile, Indien, Irak, Iran, Israel, Jordanien, Kamerun, Kasachstan, Kirgisistan, Kolumbien, Kosovo, Lettland, Libanon, Libyen, Litauen, Marokko, Mexiko, Moldova, Mosambik, Myanmar, Nigeria, Nordmazedonien, Pakistan, Peru, Polen, Rumänien, Russland, Schweden, Serbien, Senegal, Slowakei, Somalia, Spanien, Sudan, Syrien, Tadschikistan, Thailand, Tschechien, Tunesien, Türkei, Turkmenistan, Ukraine, USA, Usbekistan, Venezuela, Vietnam, Weißrussland beraten.
Die Menschen kamen zu uns mit vielen verschiedenen Problemen: Es waren Probleme, die sie hatten, weil sie auf soziale Leistungen angewiesen waren, es waren Probleme, die sie hatten, weil ihr Aufenthalt noch nicht endgültig geklärt war, es waren auch Menschen, die uns zu ihren Asylanträgen gefragt haben oder aber auch zu den Fragen ihrer Unterkunft u. a., es waren EU-Angehörige, die es auch nicht einfach haben, wenn sie nach Deutschland neu einreisen oder auch später Schwierigkeiten hier erfahren, von denen sie früher nicht wissen konnten, es waren viele andere Gruppen, die zu den Fragen der Familienzusammenführung, zur Ausbildung, zur Wohn- oder Familienproblematik und in anderen Bereichen viele Fragen hatten.
Eine besondere Herausforderung stellten für uns weiterhin die Flüchtlinge, die auch in diesem Jahr aus der Ukraine fliehen mussten und ebenfalls unser Fachwissen oft in Anspruch nehmen mussten.
Auch dieses Jahr standen uns als ehrenamtliche Unterstützung 8 engagierte Rechtsanwält*innen, die auch zweimal monatlich im IBZ Orientierungsgespräche angeboten haben, die ebenfalls intensiv durch Ratsuchende beansprucht wurden.
Insgesamt konnten wir auch in diesem Jahr feststellen, dass unsere Arbeit durch unsere Besucher*innen als zufriedenstellend bewertet wurde, sodass wir davon ausgehen, dass wir weiterhin eine gute qualitative und fachliche Unterstützung so den Menschen bieten können, dass sie es schließlich lernen, in ihren schweren Lagen sich selbst helfen zu können.
Mobile Aufsuchende Arbeit (MOBA)
Mit unserem MOBA-Bus sind wir regelmäßig auf verschiedenen Plätzen in Dresden zwischen Prohlis und Plauen anzutreffen. Dort kommen wir mit den Kids ins Gespräch und können im Bedarfsfalle auch ihre Familien unterstützen. Daneben unternehmen wir Familiensamstage (Zoo Dresden, Festung Königstein, Schlittschuhlaufen, Moritzburg, Bowling).
Wir arbeiten für diese Angebote eng mit Streetwork Plauen, „Mobile Jugendarbeit Dresden Süd e.V.“, dem Quartiersmanagement Südhöfe und der „lebenswert und wohnraum GmbH“ zusammen.
[Not a valid template]Fortsetzung folgt…
